Beginne mit dem spürbaren Vorteil, den dein Angebot im Alltag erzeugt, und verschiebe technische Spezifikationen in die zweite Gesprächsrunde. Menschen entscheiden emotional und rechtfertigen rational; ein klarer Nutzen löst Interesse aus, ohne zu überfordern. Wenn dein Gegenüber sofort versteht, was besser, schneller oder sicherer wird, hast du die Tür geöffnet. Erst danach folgen Zahlen, Funktionen und Prozesse, die Neugier vertiefen, statt am Anfang zu verwirren.
Formuliere einen tragfähigen Kernsatz, der auch ohne Folien, Internet oder Demovideos funktioniert. Er sollte laut gesprochen rund und rhythmisch klingen, Wiederholungen vermeiden und eine klare Richtung zeigen. Denke an einen Freund, der dich weiterempfiehlt: Würde er genau diesen Satz übernehmen und begeistert weitererzählen. Wenn ja, ist die Chance hoch, dass dein Pitch auch in hektischen Momenten zuverlässig funktioniert und leicht im Gedächtnis bleibt.
Vermeide Begriffe wie innovativ, disruptiv oder skalierbar, wenn sie keine greifbaren Bilder erzeugen. Beschreibe lieber eine alltägliche Szene, die du spürbar verbesserst, und male das Ergebnis in einfachen, präzisen Worten. Bilder haften stärker als Abstraktionen und erleichtern Anschlussfragen. So entsteht Nähe, selbst wenn dein Produkt komplex ist. Wer versteht, kann entscheiden, und wer sieht, erinnert sich länger. Konkretion ist der kürzeste Weg zu Vertrauen und Klarheit.
Starte mit einer überraschenden Beobachtung, einer präzisen Zahl oder einer kurzen Alltagsszene, die dein Gegenüber erkennt. Vermeide Lebensläufe oder Firmengeschichten im ersten Satz, weil Aufmerksamkeit am Anfang am wertvollsten ist. Ein starker Haken schafft geistige Bilder und zieht nach. Danach fühlt sich Kontext willkommen an, statt als Vorrede zu wirken. So gewinnst du Sekunden, in denen sich Sympathie und Neugier bilden können, ohne Widerstand zu provozieren.
Belege deinen Nutzen mit einem einzigen, gut gewählten Beweisstück: eine messbare Zahl, ein namhafter Kunde, eine kurze Erfolgsminiatur. Ein Beweis genügt, wenn er konkret und nachvollziehbar ist. Zuviel Daten lassen Zweifel wachsen, weil sie den Fokus verwässern. Gib nur so viel, dass Vertrauen entsteht und der Wunsch nach Vertiefung folgt. Das hält den Fluss lebendig und macht den Übergang zur nächsten Frage elegant und natürlich.
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